Herta Müller (2010)

 

 

Auf ihrer Sitzung am 31. Juli 2009 in Fallersleben hat die Jury den Hoffmann-von-Fallersleben-Preis für zeitkritische Literatur 2010 Herta Müller zuerkannt.

 

 

Zur Begründung ihrer Wahl erklärt die Jury:
Herta Müllers dichte, lyrische Prosa dringt mit großer sprachlicher Imagination und Konzentration in ihr Sujet, die rumänische Diktatur im 20. Jahrhundert, ein. Noch am Alltäglichsten machen Herta Müllers Texte deutlich, wie sich die Spuren von Gewalt, Ideologie, Nationalismus und Willkür im Individuum ablagern und welcher Kraft es bedarf, sich dem Sog des Destruktiven zu entziehen. Dass gerade das Finden und Erfinden der eigenen Sprache ein Mittel des Widerstands ist, beweisen Müllers Texte auf eindringliche Weise.

 
Der Preis ist mit 15000 € dotiert. Stifterin ist die Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg.

Der Jury gehörten an:

Prof. Heinz Ludwig Arnold

Frank T. Weber

Caroline Fetscher, M.A.

Wend Kässens

Prof. Dr. Christoph Kleßmann

Dr. Kurt Schuster

Dr. Cora Stephan

Dr. Karl W. Frh. v. Wintzingerode-Knorr. 

 

 
Die Preisverleihung findet statt am Samstag, 27. März 2010 um 15.00 Uhr im Theater der Stadt Wolfsburg.

 

Preisverleihungsrede v. Herta Müller 2010 [PDF | 107 kb]

Preisverleihungsrede v. Günter de Bruyn 2008 [PDF | 32 kb]

Preisverleihungsrede v. Walter Kempowski 2006 [PDF | 26 kb]

Preisverleihungsrede v. Hans Joachim Schädlich 2004 [PDF | 27 kb]

Preisverleihungsrede v. Timothy Garton Ash 2002 [PDF | 34 kb]

Preisverleihungsrede v. Peter Rühmkorf 2000 [PDF | 54 kb]

Walter Kempowski (2006)Günter de Bruyn (2008)

Hans Joachim Schädlich (2004)Timothy Garton Ash (2002)Peter Rühmkorf (2000)

 

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